Livebilder Februar 2015

Beistrich

 !! NEUES VIDEO von GEORG KOSTRON & SEIN MANAGER !!

Die Lehrstunde zur SMS. Beistrich. Die handgemachte Interpunktion.

Vom Album "Blüte Des Lebens"
Produktion: Georg Kostron
Tonmischung, Koproduktion: Daniel Břen
Mastering: Andreas Balaskas
Schlagzeug: David Leisser
Kameraleihe: Susanne Kober

Blüte Des Lebens erscheint heute

Das neue Album, BLÜTE DES LEBENS, von GEORG KOSTRON UND SEIN MANAGER erscheint HEUTE als Download, Stream und auf CD.
Ich wünsche euch richtig viel Spass damit!!!
Download 
Stream
CD
Direktbestellung (12€/Stk zzgl. Versand) per Mail an bluetemail@gmail.com
CoverNeuEntwurf_rechts_weiss_2

Photo: Valerie Schmidt

Die Mitwirkenden

Stimmen, Gitarren, Bässe, Diverses: Georg Kostron

Schlagzeug, Perkussion und Rufe: David Leißer, Daniel Břen

Chorstimmen: Hari Baumgartner, Manuela Diem, Lisa Lurger, Regina Mallinger

Geige: Raphaela Beer

Trompete: Ingo Gabriel

Akkordeon: Michael Tiefenbacher

Aufnahmeleitungen: Daniel Břen, Bernhard Gittenberger, Konstantin Spork

Produziert von Georg Kostron

Koproduktion und Tonmischung: Daniel Břen

Mastering: Andreas Balaskas

und sein Manager

Photo: Caroline Wimmer

Photo: Caroline Wimmer

…wurde jetzt auch ordentlich abgelichtet. Ernstest blickend, am Akkordeon hantierend, in unanständiger Nähe der hochgelobten, nur spielend, wenn gnädig gestimmten  Prinzessin Revox, konnte dieses hochtrabend, brandaktuelle Bild von seinem Manger und ihm, dem mir, geschossen werden. Proberaumphotosession Deluxe! Danke Caroline Wimmer – hinter der Linse. Meine Damen und Herren: Es werden weitere digitale Bildnisse folgen! Padautz! Ebenso werden wir in windeseile wieder konzertant in Mitteleuropa zu sehen sein. Die dementsprechenden Geheimnisse werden dann unter anderem auf dieser weniger geheimen, aber doch ganz neuen Adresse  – **Peng Peng** !!! Tusch !!! gelüftet:

facebook.com/undseinManager

 

Sie sehen: Georg Kostron & sein Manager – Einst im Mai – Anno 2014.

Format Musik, Format Mensch

Eine Postpostpost Reflexion zum Lichteneggerschen Sager und dessen Folgen.

Das Gesagte ist Meinung und Haltung. Ich begrüße die Authentizität in diesem Interview – ein grosses Fass möchte aufgemacht werden.

Ö3 spielt Hits. Mit starkem Backbeat, ausgeprägter Tonika und vielen mittelhohen Tempi, knapp über dem Puls. Der Text im Refrain ist in einer einzigen Phrase zu fassen, oder lässt sich als textunabhängige Melodie über Vokale singen. In der Summe erklingt alle zwei Sekunden ein vorstehender Schlag (Snare), wird das Ohr gegengleich vom Grundton beruhigt und aber der Herzschlag leicht von vier zügigen Vierteln gehoben. Die lyrische Hauptphrase erzählt uns, was wir hören wollen, oder a-e-i-o-u. Das ist die beste Musik. Das ist Hitradio. Hits lenken nicht ab. Hits lassen uns mitsummen, aber doch weghören. Die Tonika setzt den Hörer in einen festen tonalen Stuhl, während das erhöhte Tempo den inneren Rhythmus unbemerkt antreibt. Mensch fühlt sich gehalten und aktiviert. Der schwere Arbeitsalltag wird versüßt und der Workingclass Hero in seiner Funktion gestärkt.

Im Formatradio geht es darum den Lebensgrundsatz „Wer viel arbeitet ist gut“ hoch zu halten. Eine Reise ins täglich Unbewusste zur Leistungsverbesserung. Ö3 schafft gemeinsam mit seiner privaten Konkurrenz ein Zombieheer im Dienst der Wirtschaft. Heilig, das Wachstum. Verdammt, seine Kritiker. Der Roboter singt dem Menschen vor, wie er sich zu verhalten hat. Zielgerichtet, attraktiv und effektiv,  reflektiert,.. Der Gedanke darf nie abschweifen. Wir brauchen Stress. Stress! Stress!!! Wir brauchen dringendst Verkehrsmeldungen in zackigen Pads und schnellst gesprochene, tragische News mit Gruselbudget und ein paar sehr bösen Individuen dazu. Anregen und euphorisieren. Bad News are Good News. Die Einheitsmusik moderiert zur Effizienzmaximierung. Obacht, das ist eine Collage an Alarmsignalen, sagt der akustische Urahne. Wir marodieren stumpfen Ohres und hören ihn nicht. Der Mensch wird zur Maschine formatiert. Das ist die beste Musik. Das ist Hitradio.

Technisch ist Ö3 großartig. Kein österreichischen Tunnel, in dem Ö3 nicht senden kann (oft als einziger Sender). Die Lautstärke ist legendär. Sein Pegel ist  international vorbildlich. Die Verflechtung der Superhits in den Ton der Sprecherstimmen zielführend. Ö3 erfüllt. Sehr brav. Wegsehen und weitergehen. Nein, weiterfahren. Der ordentliche Ö3 Hörer staut sich in der Drive Time über die Wiener Tangente oder die Westautobahn und hört die Charts, die er später kaufen möchte.

***News*** Das ist Formatradio: Technisch perfekt beschallt sein, inhaltlich überhören und dazu das machen, was wir jeden Tag nicht machen wollen.

Den Job. Aber der muss gemacht werden, weil er gemacht werden muss. Der Selbstbetrug kennt keine Grenzen. Der ordentliche Hit schon. Die Landesgrenze. Österreich ist zwar klein, aber hoch divers. Unüberwindbare  Berge und ein großer Fluss. Mensch und Wort werden im Tal konserviert und von der Donau bewegt. Das zusammen beschert  dem kleinen Alpenland viele unterschieldiche Dialekte und wertvolle innersprachliche Vielfalt. Die unterschätzt hohe Ausbildungsqualität der künstlerischen Institutionen, die sich noch aus dem interkulturell wesentlichen belebteren 19.Jahrhundert nährt und die im Stand ist diesen Schwung weiterzuführen, komplimentiert dieses sehr differenziert schaffende Ganze leicht in die Gegenwart. Die kreative Szene im Gesamten und mit ihr die musikalische Szene im Speziellen sind reich und kräftig in der Fascette. Vergleichbar einem starken Motor.  Der aber schwach eingekoppelt stets am Schleifpunkt reibt und kaum Meter macht.

Warum? Hier könnte man jetzt ein Buch einfügen oder eben im Punkt Ö3 anmerken, dass eine bunte Szene für diesen nicht handhabbar ist. Lieder in Uniform funktionieren. Alles andere ist, zu Lasten der heterogenen Musiklandschaft, schwierig. Das Format heißt Hitradio und kommt meist nicht aus Österreich. Neubieder, ungefährlich und in internationalem  Hitgrau versteckt klingt es wie ein (mein gerne zitierter) SUV im Freitagabendstau. Finden alle scheiße. Mag keiner. Kennen aber alle. Und was man kennt ist man gewohnt. Und mit dem Gewohnten hat man sich arrangiert. Hitradio ist eben klingende Wirtschaftsgewalt. Und mit der haben wir uns auch anderwärtig arrangiert.

Ö3 hat die Hosen voll. Die Privaten machen Angst. Ö3 lässt sich von seinen Werbepartnern nötigen und verkauft für eine falsche Internationalität großzügig Tantiemen außer Haus. Trotz aller Anbiederung ans Mittelmaß ist er doch nach wie vor öffentlich rechtlich. ***News***  Wahlslogan: Musikmotor einkoppeln! Quote im öffentlich rechtlichen Rundfunk! 1/3 los gehts! Mehr Klangfarbe für das Volk! Vielfalt ist geil! Oder so ähnlich. Der Prozess und sein Erfolg werden länger dauern. Eine ganze Welt an Notwendigem gibt es zu entdecken. Aber beginnen muss man irgendwann. Jetzt. Demokratie heißt nicht, dass die Macht vom Werbepartner ausgeht. 120 bpm, 440Hz und 3:30 Singlelänge sind kein Inhalt der Verfassung. Dieses Joch haben wir uns selbst auferlegt. Wir dürfen es auch selbst wieder ablegen.

 

 

 

 

Das Gemärz

Es wird ein bewegtes Gemärz gewesen sein.

Anm: Es klingt ein rhythmisches Pad im Hintergrund. Pizzicatocelli in C Moll. 

Startpunkt der Reise: Berlin Köpenick. Mein Gesicht und ich posen vor der laufenden Kamera. Das Make Up zerrt an meinen Wangen. Die Lichter drücken die Schweissperlen durch die zweite Haut. Der Dreh ist knapp bemessen, ich bin vom gestrigen Gig etwas mitgenommen, aber guter Dinge und nach nur 10 Stunden mit Allem durch. In meinem Gehirn hat sich die Idee festgesetzt, die Bilder nächsten Tages direkt zu sichten. Im Eurolines Bus zwischen Berlin und Wien. Der Plan ist gut, aber Stromanschlüsse im Bus wären besser. Ich gehe mit meiner Festplatte und meine Festplatte mit mir. Während der nächsten 3500 Kilometer gleicht jede Straßenverwerfung einem Gedanken an die Daten. Umsonst. Sie wird überlebt haben. Dazu später.

Der Eurolines a.k.a Schweinetransporter reitet über die deutsch-tschechisch-österreichische Autobahn-Landstrasse-Stadtdurchfahrt in den fernen Süden. Das Highlight, das Elbtal zwischen Dresen und Usti, verschlafe ich. Die Autobahn zwischen Prag und Brünn nicht. Niemand verschläft. Nachts sind die Bodenwellen der perfekte Albtraumgenerator mit verschwitzter Aufwachgarantie, untertags bangt jeder in vollem Bewusstsein durch die Operation Schlagloch. Die Operation gelingt. Der Patient ist marod, aber Wien unter meinen Füßen. Ich denke mir: Ich mag Wien. Wien denkt sich: Ich mag Georg nicht. U3, U4 und U6 haben Generalpause. Danke Wien. Schöne Begrüßung. Mit Straßenbahnen und 66A kommt Herr K. von Erdberg nach Alt Erlaa. Ein Hauch von Nostalgie liegt in der Luft.

Wir versöhnen uns wieder. Ich trinke Kaffee in Wien. Bio, directtrade – Kein Klischee darf ausgelassen werden. Wenn schon vegan, dann auch fair gehandelt. Wenn schon Berlin, dann auch Neukölln. Wenn schon Musiker aus Österreich, dann auch Proben auf der Alm. Mein Manager und ich (Das wird ein generell neues Kapitel) verlassen das Auto am Berg. Die Abendsonne verschwindet hinterm Dachstein, die Ennstalbundestrasse surrt ganz leise und die Fliegen erwachen aus dem Winterschlaf. Sie sind tollpatschig und langsam. Aber sie sind viele. Viele langsame Fliegen warten auf die Kuhfladen, die noch nicht gekackt wurden und mittendrinnen stehe ich in purer Idylle und genieße.

Hütte innen

Proberaum/Georg-Wand-Küche/derManager

Der Holzofen knistert, die Suppe kocht und ich singe. Ole –  ich singe! Wir sind zum proben hier. Ich spiele die Gitarre, meim Manager dreht an Knöpfen und wickelt Bänder. Wir nennen es installiertes Musiktheater und legen hier den Grundstein für die kommenden, grandiosen Aufführungen. Das Programm wird, „Blüte Des Lebens“ heißen (kann man erraten) und wir werden „Georg Kostron & sein Manager“ sein. Steckt uns in die Schublade „DaDaPunk“. Steckt uns in die Schublade „Deutsche Sprache – aus Wien“. Steckt uns Blumen in die Haare. Details folgen. Ich freue mich!

asmIMG_3368

Blick aus dem Proberaum

asmIMG_3209

Blick in den Proberaum

An the März goes on. ÖBB. Stmk – OÖ. Zwischenstopp Linz: Drei Stunden auf der örtlichen Session. Schön wars. Und weiter im Nightliner. Mit Gin Ga quer durch Mitteleuropa. Zirka extrem viel Zeit an Bord im Halbschflaf. Trotzdem ganz viel Genuss inklusive. Das vegane Tourleben wird leichter! Mein Magen freut sich. Deutschland, Dänemark und Belgien drehen sich im Kreis. Über dem Asphalt zucken erst die Dämpfer, dann wir. Bei jeder Bodenwelle höre ich die Festplatte stöhnen. DüDüDüt-Ächzz.. Wir alle sollten öfter all unsere Daten quer durch Europa gassi fahren – die optimale Datenverluststresstherapie. Aber sie werden überlebt haben. Später mehr.

Dresden entlässt mich nach Berlin. Dresden-Berlin: Das sind 2,5 Stunden entspannter Fahrt. Ich packe meine Sachen aus dem Laderaum und weiß. dass jetzt nur mehr ich alleine für die Festplatte verantworlich bin. Mein Gesicht ist etwas gealtert. Eine Eigenschaft meines Gesichts ist es sehr altersdynamisch zu sein. Dafür ist mein Gepäck meist gleich rekordschwer. Vom ZOB nach Neukölln ist es ein Katzensprung. Ich denke mir: Ich mag Berlin. Berlin denkt sich: Ich mag Georg nicht. Danke Berlin. Eine Odyssee per BVG tut sich auf. Geschrieben für S-Bahn, Schienenersatzverkehr, Ersatzverkehrsalternativbahnhof, Bassgitarre, Sampler, Koffer, Festplatte und Protagonist. Eine zeitgenössische Inszenierung mit klassischem Thema. Warten auf Was-auch-immer.  In der Hauptrolle spielt Georg Kostron.

Anm: Jetzt bitte das Übergangsthema mit Flügelhörnern vorstellen. C Moll nach C Dur, die bewegte Terz liegt in der Mittelstimme. 

Schlußtext: Da die Festplatte erstaunlicherweise, sozusagen unvorhersehbar überlebt hat, spielt Georg Kostron auch die Hauptrolle in seinem ersten Musikvideo RAUMSCHIFF MARIA, das äußerst zeitnah erscheinen wird. Man munkelt es könnte ein Montag werden. Seien Sie dabei, wenn RAUMSCHIFF MARIA zur Landung ansetzt und seine außerirdisch, dogmatische Besatzung die Herzen erobert und lauter schlagen lässt! Bum! Bum! Bum! Im Übrigen wird Georg Kostron gemeinsam mit seinem Manger am 10.April 2014 sein erstes Konzert im Berliner Erika & Hilde geben. Kommen sie! Freuen sie sich mit uns! Brandheiße Informationen dazu erfahren Sie hier auf: georgkostron.eu