Hoch zu Ross – Tournee am Fahrrad 2014

… wir kommen mit dem Fahrrad

Tonbandmaschine, Akkordeon, Gitarre, Lautsprecher, Mischpult, Ersatzunterhose, Apfel und Triangel – alles in die Radhänger! Im romantischen Passau werden wir an den Donaustrom andocken und an den Silhouetten der Linzer Stahlwerke, der Wachauer Kitschseligkeit und am heiligen Grant der Wiener Kaffeehauskellner vorbeifahren bis wir vor den Toren der Schwechater Raffinerie ankommen. 

350 Kilometer. 1000 Höhenmeter. 7 Konzerte. Unfassbar viele verbrannte Kalorien. Die CO2 Neutralität hängt vom Kraut- und Linsenkonsum ab. Vegan und gesellschaftskritsch fahren wir dem Weltfrieden entgegen – oder dem Weltuntergang. Das hängt von der Zeitung ab, die du liest. Wir Zwei, unsere Räder und ihre Anhänger können es Rennbahn nennen und sind nach den Vorbereitungen zwischen Studio, Proberaum und E-Maileingangsseite sehr glücklich jetzt bald das Wesentliche zu machen. Nämlich diese Tour zu spielen! Hü Hü Hott. Klapper Klapp! Galopp! Und weiter.

Sa, 13.09 – Kreuzweis | Passau/DE
Mo, 15.09 – Atelier Galerie Moran  | Linz/AT
in Coperformance mit Renate Moran
anschließend Weinverkostung der Loitothek von und mit Gerlinde & Josef Loitelsberger
Di, 16.09 – Smaragd | Linz/AT
Support: Marvellous Steps "Fingerstyle Guitar meets Beatbox"
Mi, 17.09 – Tratelier | Stockerau/AT
Do, 18.09 – Cafe Carina | Wien/AT
Fr, 19.09 – Tortuga Pub | Mödling/AT
Sa, 20.09 – Rock Pub | Schwechat/AT

Facebook Event der Tour

 

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Des Flyers Rückseite

 

Das Herz sagt: Schalldruck, JA!

Das Konzert ist im Gange, der Opener gespielt, der Bass von der 1/4Ton-Stimmung befreit und wir beide sind zurück in der wohltemperierten Welt.

Der Ball ist bei mir. Auftakt. Vier tempogebende Achtel in der Oktav sind der Pick Up. Sterne! Sterne machen sich vor den Augen breit und verdichten sich zu einer weißen Wand. Der Körper wird dumpf und kalt. Die Füße stehen noch. Ich kann hören, mich bedingt bewegen aber nichts sehen. Wie war das mit dem Auftakt? Wo ist der siebzehnte Bund? Die Hand berührt noch den Wirbel. Das Bild fehlt. Der Hals gibt wie in Trance ein sich überschlagendes Eins – Zwei – Drei von sich.

Die Eins steht unmittelbar bevor. Alles verläuft in Zeitlupe. Die Augen sind weit aufgerissen, aber die Reize auf der Netzhaut verkommen irgendwo hinter den Ohren und sagen: Tuuut…. – oder etwas ähnliches. Wie ferngesteuert und eigenmächtig wirft sich der rechte Mittelfinger auf die leere A Saite. Eins! Drauf! Die Vierteln lassen sich halten und verwachsen tatsächlich mit der Bassdrum. Die Groove steht. Utz. Utz. Utz. Utz. Vier Takte lang bin ich  blind – dann ist der Spuk vorbei. Körnig, aber sicher tauchen die Gesichter vor mir wieder auf.

Das alte Thema mit dem Kreislauf ist zurück. Normalerweise ist es ziemlich leicht zu lösen: Hinsetzen und atmen. Auf der Bühne geht das nicht und macht dann etwas sehr Eigenartiges. Ein superabgehobenes, ausgeliefert schwebendes Gefühl der extremen Bodenlosigkeit breitet sich aus.

Auslöser?  Stress mit dem Ton, Overacting… Der Gig ist auf dem Geburtstagsfest eines Freundes. Budgetmangel hat den Tontechniker ferngehalten und die Anlage ist schon für den DJ zu schwach. Wir, bespielen diese jetzt live! Von Low End kann keine Rede sein. Draußen knallen die Mitten, wie zugeschlagene Türen. OK – dann spielen wir eben Punk. Geplant war Techno. Punk ist auch gut!

Aberrr:  Auch auf  Geburtstagsfesten gehört das dicker – mehr Subs! Schalldruck ist nunmal wichtig für Herz und Kreislauf!